2011 - 2015

Im Tierbereich finden notwendige Modernisierungen und Erweiterungen statt. 2011 starten die Umbauarbeiten der Futterküche. Zur Lagerung der nötigen Mengen von Fisch wird im darauffolgenden Jahr eine Tiefkühlzelle errichtet.

Ab Herbst 2012 wird der Aufzuchtbereich um vier Becken erweitert und der gesamte Quarantänebereich an die Seewasserversorgung angeschlossen. Die Erweiterung wird von der Umweltlotterie BINGO! gefördert.

Das Seehundmännchen Lümmel verstirbt altersbedingt im Mai 2013. Er kam als Heuler 1987 in die Seehundstation und war mit 26 Jahren das älteste Männchen der Gruppe.

Seit August 2014 trägt Seehunddame Deern eine Senderattrappe auf ihrem Rücken. Sie hilft so, eine optimale Befestigungsmethode dieser Geräte auch für einen Einsatz an wilden Robben zu erproben (gemeinsames Pilotprojekt mit der Arbeitsgruppe „Ökologie mariner Tiere“ des FTZ Westküste (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)).

2015 werden daraufhin nach erfolgreicher Aufzucht jeweils zwei junge Kegelrobben aus den Stationen Norddeich und Friedrichskoog mit Sendern ausgerüstet und ausgewildert. Die Daten dieser Tiere werden mit Daten von ebenfalls besenderten Tieren aus dem Wildbestand verglichen. Im Anschluss an das erfolgreiche Pilotprojekt erfolgt die Besenderung weiterer Tiere aus dem Freiland sowie der Aufzucht.

Im Jahr 2015 wird der Quarantänebereich der Seehundstation vergrößert. Zu den bisherigen fünf Quarantänebacken kommen weitere zehn Becken verschiedener Größen hinzu. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung der Seehundstation Friedrichskoog wird ein Brunnen und die entsprechende Wasseraufbereitungstechnik gebaut. Grund dafür ist die nahende Schließung des Friedrichskooger Hafens. Die Auffahrt der Seehundstation bekommt eine Ausweichspur zur Entlastung des Nadelöhres des Zu- und Abweges und erste Planungsschritte für eine umfangreiche Erweiterung und Sanierung der Seehundstation nehmen Formen an.