Geburtenrekord auf der Helgoländer Düne

15. Januar 2021

Kegelrobbenweibchen suchen Helgoland von November bis Januar auf, um dort ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen und aufzuziehen. Nachdem im Winter 1996/97 die erste Geburt eines Kegelrobbenjungtieres auf der Helgoländer Düne registriert wurde, stieg die Zahl jährlich. In diesem Jahr wurde bereits am 08.12.2020 mit 542 Geburten die Gesamtgeburtenzahl der letzten Saison übertroffen. Insgesamt erblickten diesen Winter 652 Jungtiere auf Helgoland das Licht der Welt.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Geburtensaison findet ihr auf der Internetseite des Verein Jordsand, der zusammen mit den Rangern der Gemeinde Helgoland den Kegelrobbenbestand auf der Helgoländer Düne betreut.

https://www.jordsand.eu/…/kegelrobbenwurfzeit-2020-21/

In die Seehundstation Friedrichskoog wurden in der Geburtensaison 2020/21 bisher 12 Kegelrobbenjungtiere eingeliefert. Auch die ersten beiden Tiere „Isolde“ und „Livio“ (wir berichteten in unserem Beitrag vom 23.Dezember 2020) kamen von der Helgoländer Düne zu uns. Beide entwickeln sich prächtig und steuern zielstrebig auf ihre baldige Auswilderung zu.

In der freien Wildbahn sollte ein größtmöglicher Abstand zu den Meeressäugern eingehalten werden, um Störungen zu vermeiden. Beim Fund einer allein liegenden Robbe sollte folgendes beachtet werden:

          • Robbe nicht anfassen.
          • Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
          • Seehundjäger, Seehundstation Friedrichskoog oder Polizei benachrichtigen

Der vom Land Schleswig-Holstein bestellte, speziell geschulte Seehundjäger beurteilt die Situation vor Ort und entscheidet über die weitere Vorgehensweise. Nur Seehundjäger sind berechtigt, die Robben zu bergen und an die Seehundstation Friedrichskoog, die gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufzucht- und Rehabilitationseinrichtung für Robben in Schleswig-Holstein ist, zu übergeben.

Die Seehundstation ist aufgrund der Corona Pandemie derzeit für Besucher geschlossen. Der Tierbereich und die Tierversorgung sind hiervon nicht beeinträchtigt und laufen unverändert weiter. Die Seehundstation ist auf Spenden zur Finanzierung der Arbeit angewiesen und wir freuen uns über ihre Unterstützung!