Seehundstation Friedrichskoog e. V.

Heuler mit Fisch

22.12.2015

Drei junge Kegelrobben werden in der Seehundstation versorgt

 „Kalle“ wurde am 15.12.2015 im Alter von ca. 10 Tagen auf der Helgoländer Düne von seiner Mutter getrennt. Er war zwischen sie und einen erwachsenen Kegelrobbenbullen geraten, der an seiner Mutter interessiert war. Dabei wurde er durch einen Biss verletzt und die Mutter kehrte anschließend nicht zu ihm zurück. Auch weitere Beobachtungen des Helgoländer Seehundjägers Michael Janßen und der Dünenrangerin Katharina Tilly in den nächsten Stunden belegten, dass er den Kontakt dauerhaft verloren hatte. Michael  Janßen  übergab  die  junge  23,3  kg  schwere  Kegelrobbe  zur  Aufzucht  an  die  einzige  vom  Land  Schleswig-Holstein autorisierte Seehundstation in Friedrichskoog, da er in diesem Alter noch nicht allein überlebensfähig ist.  
 
Nach einer Woche in einem der neuen großen Quarantänebecken ist sein Zustand stabil und die Wunden heilen gut. Er kann in den Aufzuchtbereich  umziehen  und  von  den  Besuchern  der  Seehundstation  beobachtet  werden.  Trotz  seines  langen  hellen Embryonalfells - auch als Lanugo bezeichnet- mit dem die Kegelrobben zur Welt kommen und zunächst meist das Wasser meiden bis  der  erste  Fellwechsel,  der  direkt  im  Anschluss  an  die  Säugezeit  beginnt,  abgeschlossen  ist,  ist  er  schon  ein  begeisterter Schwimmer. 
 
Der  Aufzuchtbereich  ist  für  Besucher  nicht  direkt  zugänglich,  kann  aber  vom  Informationszentrum,  über  die  Kameras  und  vom Aussichtsturm  gut  beobachtet  werden.    Die  Gäste  der  Seehundstation  erhalten  während  der  Fütterungen  Informationen  über Kegelrobben und das richtige Verhalten gegenüber diesen heimischen Wildtieren im Freiland. In  den  vergangenen  Tagen  wurden  zwei  weitere  männliche  Kegelrobben  eingeliefert,  die  jedoch  noch  im  Quarantänebereich versorgt werden müssen. Die dauerhafte Trennung vom Muttertier ist bei jungen Kegelrobben selten der Fall. Kegelrobbenmütter halten sich oft auch längere Zeit nicht bei ihrem Jungtier auf, kehren dann aber zum Säugen zurück. Wenn die höher gelegenen Wurfplätze im Wattenmeer überspült werden, kommen Mütter und Jungtiere auch an die Strände der Inseln Sylt und Amrum. Die zuständigen Seehundjäger richten dann gemeinsam mit den betreuenden Naturschutzverbänden flexible Ruhezonen ein. Wie bei Seehunden erkennen Muttertiere das Jungtier am Geruch und am Rufen. Sie werden auch an Land vom Muttertier entwöhnt und beginnen  dann,  ihr  Lanugo  zu  verlieren.  In  dieser  Zeit  zehren  sie  von  der  Speckschicht.  Erst  nach  dem  Fellwechsel  gehen  sie selbständig auf Nahrungssuche. Es ist daher bei Kegelrobben nicht ungewöhnlich, wenn Jungtiere allein am Strand liegen!!!


Beim Fund einer jungen Kegelrobbe gilt ebenso wie bei Seehunden:
 
1. Kegelrobben nicht anfassen
2. Weiten Abstand einhalten und Hunde fernhalten
3. Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen
 
Der  zuständige  Seehundjäger  entscheidet  über  die  weitere  Vorgehensweise.  Nur  die  staatlich  bestellten  Seehundjäger  sind berechtigt, die Tiere zu bergen und ggf. in die Seehundstation Friedrichskoog zu bringen. 

 

 

 

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24.06. Kurz vorgestellt: Ein Heuler - Was ist zu tun?
Beginn: 15:00 Uhr
Ist jeder junge Seehund ein Heuler? Was tun, wenn eine junge Robbe am Strand gefunden wird? In einem bilderreichen Vortrag erfahren Sie viel Interessantes aus dem Leben von jungen Seehunden im Wattenmeer.
 
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28.06. Aktionstag Nahrung
Von 11:30 Uhr bis 15:30 Uhr können kleine und große Besucher viel rund um die Nahrung von Seehunden und Kegelrobben erfahren.

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01.07. Bastel mit! "Muschelbasteln"
Von 11:30 bis 15:30 Uhr freuen wir uns auf kleine und große Besucher, die mit uns zusammen basteln.

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21.06.2018

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Der gesamte Aufzuchtbereich ist für Besucher nicht zugänglich. Videokameras ermöglichen Ihnen aber eine störungsfreie Beobachtung der... Weiter ...

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