Seehundstation Friedrichskoog e. V.

Heuler mit Fisch

30.05.2018

Erste Heuler in der Seehundstation

 

Bei den Seehunden im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat die Geburtenzeit begonnen.  

Bereits am 10. Mai sei der erste Heuler, „Primus“, als nur wenige Tage altes Tier von Seehundjäger Michael Janßen auf der Helgoländer Düne geborgen. Bei seiner Einlieferung wog er 8,2 kg.

Und „Primus“ ist am Mittwoch, den 30.05.2018 zur 11-Uhr-Fütterung  aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umgezogen. Er wird sich das Aufzuchtbecken mit „Primel“ teilen, die am 15. Mai auf Pellworm gefunden wurde. Beim Umzug wurden die beiden Heuler zunächst gewogen und anschließend gefüttert. „Primus“  frisst inzwischen schon kleine Fische und wiegt mittlerweile 10,9 kg. Auch Primel hat seit ihrer Einlieferung schon 1,6 kg zugenommen.

    

„Heuler“ werden die Jungtiere genannt, die während der Säugezeit von ihrer Mutter getrennt wurden. Nach einer Trennung, zum Beispiel während der Nahrungssuche der Mutter oder durch eine vom Menschen verursachte Störung, können sich Mutter und Jungtier wieder finden. Das Heulen dient dann der Kontaktaufnahme und Wiedererkennung.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, die Nationalparkverwaltung und die Seehundstation Friedrichskoog bitten um einen respektvollen Umgang beim Fund eines Seehundes. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit  ausgesprochen wichtig. Wenn Sie eine Robbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Seehunde nicht anfassen.
  • Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
  • Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein.

 

12.01.2018

Sternchen neuer Star beim ROBBENBINGO!

    Bild: Sternchen in der Seehundstation im Winter 2011/2012

Wer ist Sternchen und was ist ROBBENBINGO?

Sternchen ist eine Kegelrobbe und wurde 2011 als Heuler in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert.

ROBBENBINGO! ist ein neues Projekt, das die Möglichkeit bietet, sich aktiv an der Erforschung der Kegelrobben in der deutschen Nordsee zu beteiligen. Um mitmachen zu können wird nur eine Kamera benötigt – und natürlich eine Kegelrobbe. Diese können z.B. auf Helgoland beobachtet und fotografiert werden. Um die Kegelrobben nicht zu stören, sollte aber ein Abstand von mindestens 30 Metern eingehalten werden. Weitere Infos gibt es hier: http://kegelrobben-bingo.de/

Nun aber zurück zu der Frage, wie Sternchen zum Star beim ROBBENBINGO! wurde…

Am 18.12.2011 kam Sternchen als Heuler von Amrum in die Seehundstation Friedrichskoog. Damals war sie geschätzte 5 Tage alt, brachte 13,5 kg auf die Waage und war noch komplett im Lanugo (weißes Embryonalfell der Kegelrobben). Während der Aufzucht entwickelte sie sich prächtig, sodass sie am 11.3.2012 mit stolzen 44,6 kg ausgewildert werden konnte. 

Seit dem wurde sie schon zwei Mal auf Helgoland gesichtet. Eine Mitarbeiterin des Verein Jordsand hat Sternchen fotografiert und dem Projekt ROBBENBINGO! gemeldet.

   Bild: Sternchen mit Jungtier  2017 - (c) Katrin Wiese

Sternchen hat es auf der Helgoländer Düne so gut gefallen, dass sie diese als geeigneten Wurf- und Aufzuchtplatz für ihren Nachwuchs ausgesucht hat. Ihr Jungtier kam am 1.12.2017 zur Welt und ist eines von über 420 Jungtieren, die dieses Jahr auf der Helgoländer Düne geboren wurden. Ein erneuter Rekord!

Mehr Infos zu dem Projekt und wie Ihr mitmachen könnt gibt es auf der Projekthomepage http://kegelrobben-bingo.de/

Wir freuen uns über jede Teilnahme!

 

 

 

30.12.2017

Letzte Seehund-Auswilderung im Jahr 2017

 

Kurz vorm Jahreswechsel wurden weitere drei junge Seehunde bei der letzten Auswilderung des Jahres 2017 in die Freiheit entlassen.

Insgesamt wurden 304 Seehunde in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Bisher konnten nach erfolgreicher Aufzucht 257 Jungtiere ausgewildert werden. In der Seehundstation befinden sich noch elf Seehunde im Aufzuchtbereich.

Aber nicht nur Seehunde werden in der Seehundstation Friedrichskoog aufgezogen. Die Geburtenzeit der Kegelrobbe neigt sich dem Ende zu. Derzeit befinden sich zwölf junge Kegelrobben in der Station. Die meisten lernen derzeit, selbständig Fisch zu fressen. „Einstein“ macht seine

m Namen alle Ehre, frisst ohne Hilfe und hat auch Interesse an ungewöhnlichem Futter wie zum Beispiel Tintenfischen. „Elli“ hingegen bevorzugt Heringe und zeigt wenig Interesse an den achtarmigen Tintenfischen.

 

 

05.12.2017

Kegelrobbe "Elli" im Aufzuchtbereich

 

Bereits am 30.10.2017 wurde die erste Kegelrobbe der Saison – eine Frühgeburt -  auf Helgoland geboren. Auch in der Seehundstation Friedrichskoog befinden sich die ersten Kegelrobben. Pünktlich zum Nikolaustag zog nun die erste Kegelrobbe aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich um und kann somit aus dem Gästebereich beobachtet werden. „Elli“ kam am 18.11.2017 aus Hamburg in die Seehundstation. Nachdem sich der Gesundheitszustand des Tieres stabilisiert hat, ist die kleine Kegelrobbe aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umgezogen. Mittlerweile lernt sie bereits, ganze Fische im Wasser zu fressen.

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Der gesamte Aufzuchtbereich ist vom Informationszentrum, über die Kameras und vom 17 m hohen Aussichtsturm von den Gästen der Seehundstation einsehbar. Die Fütterungen können von den Besuchern vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter der Station informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Kegelrobben. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit  ausgesprochen wichtig.  

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei oder die Seehundstation benachrichtigen.

 

27.09.2017

Seehund Molly malt - Spende für die Seehundstation

 

Das Team der Seehundstation bedankt sich beim Zoo Berlin und der Seehunddame Molly - hier die Geschichte:

 

Neues Mal-Genie entdeckt!

Da staunen unsere Besucher nicht schlecht: Elefanten und Affen kennt man ja schon als Künstler, aber ein Bilder malender Seehund? Unsere Molly ist hoch motiviert und arbeitet zusammen mit ihrer Pflegerin Monique kontinuierlich immer für 6 bis 7  Minuten pro Tag auf ihrer Anlage. Ihre Kunstwerke fanden bei einer Auktion auf dem Spendenabend im Berliner Zoo reißenden Absatz. So konnte sich Molly aktiv für ihre Artgenossen in der Auffangstation Friedrichskoog einsetzen denn ein großer Teil des Erlöses wurde dorthin überwiesen.

 

 
      

30.07.2017

Martha, Kalle, Maud und Robert ausgewildert

 

Am 26. Juli konnten nach einer nur rund siebenwöchigen Aufzucht in der Seehundstation Friedrichskoog die ersten vier jungen Seehunde der Saison in das schleswig-holsteinische Wattenmeer ausgewildert werden.

Die meisten der im Sommer 2017 geborenen Seehunde wurden bereits von den Muttertieren entwöhnt. Die Hauptgeburtenzeit liegt im Juni, die Tiere werden anschließen vier bis sechs Wochen gesäugt. Die letzten, im Juli geborenen jungen Seehunde, werden noch gesäugt. Daher gilt bei der Sichtung eines Jungtieres:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen und umgehend die Seehundstation, Polizei oder zuständigen Seehundjäger benachrichtigen.
  • Um Störungen der Seehunde zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern zu den Wildtieren eingehalten werden. Hunde sollten bitte angeleint werden.


 

 

11.07.2017

Spendenaktion für die Robben im Wattenmeer

 

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d des Gymnasium Würselen  haben bei einem Flohmarktverkauf für die Seehundstation Friedrichskoog gesammelt. Vielen herzlichen Dank für Euren Einsatz, liebe Klasse 5d! 

 

Bericht der Klasse 5d über die erfolgreiche Spendenaktion:

Robbenretter-Aktion           

Wie bereits angekündigt, war die Klasse 5d in Begleitung von Frau Feyhl am 18.06.2017 mit einem Verkaufsstand auf dem Flohmarkt am Kaufland in Würselen vertreten. Angeboten wurden von den Kindern gespendete Spielsachen, Kinderkleidung und Trödel. Die Einnahmen aus dem  Flohmarktverkauf werden der Seehundstation Friedrichskoog e.V. gespendet. Die Idee hierzu hatte sich im Erdkundeunterricht bei Frau Paulussen entwickelt. Bereits im Vorfeld hatte die Klasse  Flyer, Fähnchen, Lesezeichen  und ein großes Plakat gebastelt, um den Verkaufsstand zu schmücken und so auf die Spendenaktion aufmerksam zu machen. Am Tag des Flohmarktes wurde der Verkaufsstand schon um 6,30 Uhr aufgebaut und vorbereitet, so dass der Verkauf pünktlich starten konnte. In mehreren Schichten waren die Schüler und Frau Feyhl den ganzen Tag beschäftigt.

Neben den Verkaufserlösen konnten auch einige Spenden entgegen genommen werden, so dass insgesamt ein Betrag iHv. 261,07 Euro zusammen gekommen ist. Der Flohmarkt war somit ein voller Erfolg!!! Zusätzlich dazu konnte durch eine Haustürsammlung noch ein Betrag iHv. 123,-- Euro eingenommen werden. Wir  freuen uns daher, die Seehundstation Friedrichskoog e.V. mit einem Betrag iHv. insgesamt 384,07 Euro unterstützen zu können.          

Die Klasse 5d       

 

22.05.2017

Nachruf

Der Gründer der Seehundstation und Ehrenmitglied des Vorstandes der Seehundstation Friedrichskoog, Werner „Polli“ Rohwedder ist am 22. Mai 2017 im Alter von  92 Jahren verstorben.

Schon in den 50er Jahren zog er auf seinem Kutter und im Garten erfolgreich Heuler auf und war als Fischer, Seehundjäger und später Inselversorger des Vogelwarts der Insel Trischen dem Wattenmeer und den Seehunden stets eng verbunden.

Als 1985 die Seehundstation in Friedrichskoog gegründet wurde, war Polli der erste Stationsleiter und blieb es bis zum Jahr 1996. Die naturnahe Aufzucht und ein respektvoller Umgang mit den Tieren sowie der Schutz des Lebensraumes waren dem auch als Nationalparkwart tätigen Polli dabei immer wichtig.

Auch nach dem Ende der aktiven Tätigkeit in der Station wurden die ehemaligen Heuler mit seinem Boot „Seehund“ am Ende der Aufzucht zurück in den Nationalpark gefahren und in die Freiheit entlassen. Wir haben viele unvergessliche Stunden mit ihm und seinem Sohn Axel an Bord verbracht.

Oft besuchte er „seine“ dauerhaft in der Station lebenden Seehunde und holte sich einen Kaffee beim Stationsteam ab. Gern berichtete er dabei den jungen Freiwilligen aus seinem ereignisreichen Leben an der Küste. Und auch beim Jubiläum zum 30. Geburtstag der Seehundstation im Jahr 2015 war er selbstverständlich als Ehrengast mit dabei.

Wir werden sein Andenken in Ehren halten - Danke Polli!

Das Team der Seehundstation

 

21.12.2016

Weiße Weihnachten in der Seehundstation

Am 09.12.2016 wurde der erste Kegelrobben-Heuler der Saison gefunden.  Das Jungtier wurde auf Helgoland von Seehundjäger Michael Janßen zunächst beobachtet, da sich ein Muttertier in der Nähe befand. Als er von seiner Mutter jedoch nicht angenommen wurde,  wurde das nur einen Tag alte Jungtier in die Seehundstation zur Aufzucht gebracht und trägt den Namen „Helgo“. Er wog bei seiner Einlieferung 12,2 kg und trägt noch das für junge Kegelrobben in den ersten Lebenswochen typische lange weiße Lanugofell. Nachdem sich der Gesundheitszustand des Tieres stabilisiert hat, ist die kleine Kegelrobbe aus der Quarantäne in den Aufzuchtbereich umgezogen.

Der gesamte Aufzuchtbereich ist vom Informationszentrum, über die Kameras und vom 17 m hohen Aussichtsturm von den Gästen der Seehundstation einsehbar. Die Fütterungen können von den Besuchern vom Seminarraum aus beobachtet werden. Mitarbeiter der Station informieren die Gäste dabei über die Jungtiere, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Kegelrobben und Seehunden. Rücksichtsvolles Verhalten ist gerade jetzt in der Hauptgeburtenzeit der Kegelrobben ausgesprochen wichtig.  

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie meist in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt anleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei, die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum, Sylt und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände gemeinsam mit den Seehundjägern um die Einrichtung einer flexiblen Ruhezone zur Beobachtung der Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Die Freiwilligendienstler der Verbände informieren z.B. Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in Schleswig-Holstein. Nur die Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler einzuliefern!

 

24.11.2016

Die Wurfsaison der Kegelrobben hat begonnen

Die Kegelrobbe ist, neben dem Seehund, die zweite heimische Robbenart in Deutschland. Einst dominierte sie das gesamte Wattenmeer und war sogar weiter verbreitet als der Seehund. Doch Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kegelrobbe hierzulande nahezu ausgerottet.

Erst Mitte des 20. Jh. wurden Sichtungen vor der niederländischen, deutschen und dänischen Küste wieder häufiger und heute haben die Tiere das Wattenmeer zurückerobert. Mittlerweile haben sich in Deutschland drei Kolonien gebildet: die erste etablierte sich in den 1960er auf den Knobsänden westlich von Amrum. Seit den 90er Jahren hat sich die Helgoländer Düne als ein weiterer wichtiger Rast- und Wurfplatz außerhalb des Wattenmeeres entwickelt. Eine dritte kleinere Kolonie, in der auch Jungtiere geboren und aufgezogen werden, befindet sich bei den Inseln Borkum, Juist und Norderney. Obwohl sich die Situation der Kegelrobben im Wattenmeer stetig verbessert, gelten die Tiere hier nach wie vor als selten und gefährdet. Heute leben im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ungefähr 50 Kegelrobben und um Helgoland etwa 744 Tiere. In der Geburtensaison 2015/2016 wurden in Schleswig-Holstein ~300 Jungtiere geboren.

Kegelrobben gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar mit einem Gewicht von 10 bis 15 kg geboren. Die Jungtiere kommen in einem cremeweißen, langen Embryonalfell (Lanugo) auf die Welt, das sie vor der winterlichen Kälte schützt. Obwohl Kegelrobben direkt nach der Geburt schwimmen können, meiden sie in den ersten Lebenswochen das Wasser, da sich das Embryonalfell im Wasser vollsaugen würde und damit keinen ausreichenden, dauerhaften Kälteschutz gewährleisten könnte. Ungestörte und hochwasserfreie Ruheplätze sind für die Tiere somit überlebensnotwendig. Sie bleiben bis zu fünf Wochen nach der Geburt an Land und liegen am Strand oder in den Dünen. Die Mütter lassen ihre Jungen während der Säugezeit auch über Stunden allein an Land zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wenn ein Kegelrobbenjungtier allein am Strand beobachtet wird, so bedeutet dies daher nicht, dass es verlassen worden ist. Die Muttertiere kehren regelmäßig zu ihren Jungen zurück, um sie zu säugen. Häufig geschieht dies während der Dämmerung oder auch nachts.

Wenn Sie am Strand eine junge Kegelrobbe finden, beachten Sie bitte folgende Verhaltensregeln:

  • Bitte auf keinen Fall anfassen!
  • Um Störungen der Jungtiere zu vermeiden, sollte ein Abstand von mehreren hundert Metern eingehalten werden (Mindestabstand auf Helgoland: 30 m)
  • Hunde unbedingt angeleinen
  • Bitte umgehend den zuständigen Seehundjäger, die Polizei, die Seehundstation oder die Naturschutzverbände (die Schutzstation Wattenmeer, den Öömrang Ferian oder den Verein Jordsand) benachrichtigen.

Bei einem Robbenfund entscheidet der zuständige speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Sowohl auf Helgoland als auch auf Amrum und Föhr kümmern sich die ortsansässigen Naturschutzverbände  um die Kegelrobbenjungtiere und unterstützen die Seehundjäger bei Ihrer Arbeit. Es können z.B. flexible Ruhezonen für die Jungtiere eingerichtet werden und die Verbände informieren Strandspaziergänger  und helfen, Störungen der Jungtiere zu vermeiden.

Beim Fund eines Kegelrobbenjungtieres auf Föhr und Amrum können Sie sich direkt an den Seehundjäger bzw. die Naturschutzverbände wenden:

  • Helgoland:       Seehundjäger siehe aktueller Aushang am Fähranleger; 04725 – 7787 (Verein Jordsand)
  • Amrum:          04682-1635 (Öömrang Ferian i.f.); 04682-2718 (Schutzstation Wattenmeer)
  • Föhr:              04681-1313 (Schutzstation Wattenmeer)

Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. 

19.11.2016

Häkel Watt!

Ein Mitmach-Projekt für Freunde des Häkelns und des Wattenmeeres.

Das Team der Seehundstation hat vor einigen Jahren das Projekt „Häkeln für Heuler“ ins Leben gerufen. Die schicken selbstgehäkelten Robben, Fische, Kraken oder Wale suchten nun neue Besitzer. Da entstand die Idee, die Meisterstücke gegen eine kleine Spende im Shop anzubieten. Dieses Projekt war sehr erfolgreich und nun wollen wir mehr!

„Häkel Watt“

Wir möchten den Lebensraum der Seehunde nachhäkeln und die so entstehende bunte Wattenmeer- und Küstenlandschaft ab April 2017 in der Seehundstation ausstellen.

Über Hilfe bei diesem wolligen Projekt würden wir uns freuen!

Wer Lust hat, sich zu beteiligen, kann uns kleine und große Robben, Schiffe, Fische, Häuser, Möwen, Schnecken, Muscheln usw. häkeln und zusenden.
Wir freuen uns auf Eure Beteiligung!

Rückfragen beantworten wir gerne (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

20.07.2016

Mitternacht, Mondschein und...

 

…zwei Robben zurück im Wattenmeer.

Piefke, der erste Heuler des Sommers 2016, und Moneypenny, die letzte Kegelrobbe aus der Wintersaison 2015/16, wurden in der Nacht vom 19.07. auf den 20.07. nach erfolgreicher Aufzucht zusammen ausgewildert.

Wir wünschen den beiden viel Glück!

 

 

19.06.2016

Nachwuchs in der Seehundstation

 

Am 11.6.2016 wurde ein männlicher Seehund in der Seehundstation Friedrichskoog geboren. Der stolzen Mama „Deern" und ihrem Jungen geht es sehr gut. Zusammen mit den beiden Seehundweibchen „Mareike" und „Lilli" schwimmen, spielen und ruhen die beiden im Forschungsbecken der Seehundstation Friedrichskoog.

 

23.05.2016

Erste Heuler in der Seehundstation

 

Die Geburtenzeit der Seehunde in Schleswig-Holstein hat im Mai begonnen und die ersten Heuler wurden in die Seehundstation Friedrichskoog eingeliefert. Am 11. Mai wurde ein junger Seehund am Olanddamm gefunden und  der zuständige Seehundjäger Martin Sell gerufen. Bei dem Tier handelte es sich um eine wenige Tage alte Frühgeburt, die noch das lange weiße Embryonalfell trug. Nach einer gründlichen Begutachtung des Gesundheitszustandes durch den geschulten und erfahrenen Seehundjäger wurde der Heuler an die Mitarbeiter der Seehundstation Friedrichskoog zur Aufzucht übergeben.

Er brachte bei der Einlieferung 9,2 kg auf die Waage, war geschwächt aber ansonsten gesund  und wurde zunächst im Quarantänebereich versorgt. Inzwischen hat der auf den Namen „Piefke“ getaufte Heuler einen großen Teil des Embryonalfells verloren und ist sehr aktiv und munter. Am Wochenende konnte er daher in den Aufzuchtbereich umziehen, in dem sich außer ihm Kegelrobbenjungtiere aus dem Frühjahr und ältere Seehunde, die verletzt eingeliefert wurden, befinden. Er wird dort nicht lange allein bleiben, denn am Wochenende wurden mit „Heintje“ und „Smutje“ bereits weitere Heuler eingeliefert, die sich in der Quarantäne befinden.

Die Robben sind für die Besucher der Seehundstation aus dem Informationszentrum Seehund, vom Aussichtsturm und über eine Kamera zu sehen. Bitte beachten Sie die verschiedenen Fütterungszeiten der Tiere auf der Homepage. Mitarbeiter informieren die Gäste während der Fütterungen über die beiden heimischen Robbenarten, die Arbeit der Station und das richtige Verhalten gegenüber Seehunden und Kegelrobben im Wattenmeer. Die Hauptgeburtenzeit der Seehunde im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat gerade erst begonnen. Rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Tieren ist daher ausgesprochen wichtig.

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein, die Nationalparkverwaltung und die Seehundstation Friedrichskoog bitten, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhalten. Beim Fund eines allein liegenden Seehundes sollte folgendes beachtet werden:

  • Seehunde nicht anfassen.
  • Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
  • Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

Bei einem Heulerfund entscheidet der zuständige, speziell geschulte Seehundjäger vor Ort über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Die Seehundstation Friedrichskoog ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die Heuler zu bergen.

 

 

Spende an die Seehundstation

Spenden Sie per PayPal.

 EUR

24.06. Kurz vorgestellt: Ein Heuler - Was ist zu tun?
Beginn: 15:00 Uhr
Ist jeder junge Seehund ein Heuler? Was tun, wenn eine junge Robbe am Strand gefunden wird? In einem bilderreichen Vortrag erfahren Sie viel Interessantes aus dem Leben von jungen Seehunden im Wattenmeer.
 
Weiter ...

28.06. Aktionstag Nahrung
Von 11:30 Uhr bis 15:30 Uhr können kleine und große Besucher viel rund um die Nahrung von Seehunden und Kegelrobben erfahren.

Weiter ...

01.07. Bastel mit! "Muschelbasteln"
Von 11:30 bis 15:30 Uhr freuen wir uns auf kleine und große Besucher, die mit uns zusammen basteln.

Weiter ...

30.05.2018

Erste Heuler in der Seehundstation

 

Bei den Seehunden im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat die Geburtenzeit begonnen.  

Bereits am 10. Mai sei der erste Heuler,... Weiter ...

21.06.2018

Junge Robben in der Seehundstation:

93


Der gesamte Aufzuchtbereich ist für Besucher nicht zugänglich. Videokameras ermöglichen Ihnen aber eine störungsfreie Beobachtung der... Weiter ...

Wetter