31. Mai 2025 - Erste junge Seehunde im Aufzuchtbereich

Die ersten Heuler der Saison „Ariel“ und „Heddies“ wurden am 25. und 26. Mai in die Seehundstation eingeliefert. Beide Heuler waren beim Fund auf Nordstrand bzw. in Büsum erst wenige Tage alt.
Während des Aufenthalts im Quarantänebereich haben die beiden sich gut entwickelt. Am 31.05.2025 durften die Heuler dann die Quarantäne verlassen und in den Aufzuchtbereich umziehen. In den ersten vier bis sechs Wochen nach der Geburt sind junge Seehunde auf die Versorgung durch das Muttertier angewiesen und allein nicht überlebensfähig. Gerade in dieser Zeit ist ein rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Meeressäugern ausgesprochen wichtig.
Die Geburts- und Liegeplätze im Nationalpark liegen in der Regel in der Schutzzone 1 und dürfen nicht betreten werden. Die Nationalparkverwaltung, der Landesjagdverband Schleswig-Holstein und die Seehundstation Friedrichskoog bitten, in der freien Wildbahn einen großen Abstand zu den Meeressäugern einzuhalten, um die Wildtiere nicht zu beunruhigen. Beim Fund eines allein liegenden jungen Seehundes in von Menschen genutzten Bereichen, z.B. an einem Strand oder Deich, sollte folgendes beachtet werden:
- Seehund nicht anfassen.
- Hunde fernhalten und weiten Abstand einhalten.
- Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen oder die Robben App nutzen
Bei einer Meldung entscheidet der zuständige ortskundige Seehundjäger über die weitere Vorgehensweise. Jeder Einzelfall wird sorgfältig geprüft. Nur die vom Land Schleswig-Holstein bestellten Seehundjäger sind berechtigt, die jungen Robben zu bergen. Wie im Fall von „Ariel“ und “Heddies“ werden die überlebensfähigen Tiere zur Aufzucht oder Rehabilitation an die Seehundstation Friedrichskoog übergeben.
Die Seehundstation Friedrichskoog, die wie der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiert, ist gemäß internationalem Seehundabkommen die einzig berechtigte Aufnahmestelle für Robben in Schleswig-Holstein. Der Heuler „Heddies“ wurde anlässlich des Jubiläumsjahrs des Nationalparks nach dem ersten Leiter des damaligen Nationalparkamtes Heddies Andresen benannt. Entlang des Nationalparks werden die beiden Jubiläen mit vielen zusätzlichen Veranstaltungen über die Besonderheiten des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und die heimischen Robbenarten Seehund und Kegelrobbe, ihre Gefährdungen und Schutzmaßnahmen im Lebensraum gefeiert.


