Abschied von Lümmel

Am 06. Mai 2013, verstarb unser ältestes Seehundmännchen Lümmel. Altersbedingt war seine Gesundheit schon seit längerem leicht angeschlagen und er wurde über mehrere Jahre erfolgreich behandelt. Seit einigen Wochen musste er zusätzliche mit weiteren Medikamenten versorgt werden, was zunächst zu einer Besserung führte. Leider konnten wir am Montag Abend nichts mehr für ihn tun.
Um Gewissheit über die Todesursache zu bekommen, ist eine Autopsie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover durchgeführt worden. Lümmel hatte Herz- und Nierenprobleme, die zu seinem Tod führten.
Lümmels Leben in der Seehundstation
Lümmel kam 1987 – zwei Jahre nach Gründung der Seehundstation in Friedrichskoog - als Heuler in die Seehundstation. Er hat sein ganzes Leben hier verbracht. Lediglich im Sommer 1991, als das Dauerhaltungsbecken neu gebaut wurde, ist er zusammen mit unseren anderen dauerhaft in der Station lebenden Seehunden in der Seehundstation Norddeich untergebracht worden.
Nach einer Viruserkrankung im Jahr 1998 ist er erblindet, was ihn jedoch nicht beeinträchtigt hat.
Lümmel ist der Vater von Hein (geboren 1997) und Lilli (geboren 2004).
Bei den Gästen der Station war Lümmel stets sehr beliebt, da er eine außergewöhnliche Seehund-Persönlichkeit war. Einige Besucher kamen fast jedes Jahr, um „ihren“ Lümmel wiederzusehen. Durch seine vielen TV-Auftritte ist er auch überregional bekannt geworden. Zuletzt war er regelmäßig bei Seehund, Puma & Co. zu sehen.
Er hat im Laufe seines Lebens bei mehreren Forschungsprojekten mitgearbeitet und hat so dabei geholfen, mehr über die Biologie von Seehunden herauszufinden.
Wir vermissen unseren Lümmel sehr...
Erweiterung des Heulerbereichs

Die Winterpause ist vorbei und in der Seehundstation Friedrichskoog e.V. wird weitergebaut!
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Um die Bedingungen für die Jungtieraufzucht und –rehabilitation weiterhin auf hohem Niveau halten zu können, wird der Aufzuchtbereich um vier weitere Becken erweitert. Die Erweiterung wird mit einem Betrag von 52.000 € von der Umweltlotterie BINGO! gefördert. Die restlichen Kosten mussten vom Trägerverein der Seehundstation aufgebracht werden. |
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Am 1. November wurde Edgar als letzter „echter Heuler“ des Sommers 2012 erfolgreich ausgewildert. Die im Sommer 2012 aufgezogenen Jungtiere sind ebenso wie die im Herbst rehabilitierten Jungtiere ausgewildert worden. Während der Wintermonate 2012/2013 wurden bisher sieben junge Kegelrobben in die Station eingeliefert. Als Heuler werden nur die Jungtiere bezeichnet, die während der Säugezeit dauerhaft von der Mutter getrennt werden. Die Geburtenzeit der Seehunde ist von Mai bis Juli. Anschließend werden die Jungen werden vier bis sechs Wochen gesäugt. Kegelrobben hingegen gebären ihre Jungtiere im Winter. In Schleswig-Holstein werden die Tiere von November bis Ende Januar geboren und zwei bis drei Wochen gesäugt. Bei der Sichtung eines solchen Jungtieres gilt:
In der Seehundstation werden neben Heulern auch Robben rehabilitiert, die verletzt oder geschwächt an der schleswig-holsteinischen Küste aufgefunden werden.
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