Unsere Tiere
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In der deutschlandweit einzigartigen Gemeinschaftshaltung können die zwei heimischen Robbenarten Seehund und Kegelrobbe an Land, sowie im und unter Wasser beobachtet werden. Unsere Tiere konnten aus verschiedenen Gründen nicht ausgewildert werden bzw. wurden in Gefangenschaft geboren. Derzeit leben fünf Seehunde und zwei Kegelrobben in den großzügig und naturnah angelegten 800 m³ großen Seewasserbecken. Folgende Tiere leben dauerhaft in der Seehundstation:
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Seehund "Deern" ist seit 1985 in der Station und das älteste Tier im großen Becken. Ihr Fell ist sehr dunkel und stark gefleckt, besonders auf der Bauchseite. Daran ist sie am Unterwasserfenster leicht zu erkennen. Auf der Stirn neben dem rechten Auge hat sie einen deutlichen weißen Strich. Ihre Barthaare sind besonders lang und kräftig. Oftmals schläft sie senkrecht stehend im Wasser, so dass nur der Kopf zu sehen ist. |
| Seehund "Lümmel" ist seit 1987 in der Station. Er ist der größte und schwerste Seehund. "Lümmel" ist an dem großen, runden und sehr dunkel gefärbten Kopf gut zu erkennen. Nach einer Viruserkrankung im Jahr 1998 ist er inzwischen blind, was ihn jedoch nicht beeinträchtigt. Dabei helfen ihm seine anderen Sinne (z.B. Barthaare) sich zu orientieren. Tagsüber sind seine Augen meistens weit geöffnet, in der Dunkelheit ist die weiße Trübung des Augenhintergrundes deutlich zu erkennen. Er hält sich zum Ruhen und Schlafen gerne im Flachwasserbereich vor der Forschungshütte oder zwischen den Steinen im unteren Becken auf. |
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| Seehund "Mareike" kam 2002 als Heuler aus dem Hamburger Hafen in die Station und konnte nicht ausgewildert werden. An der linken Vorderflosse wurde ihr eine Kralle entfernt, so dass sie dort nur vier Krallen hat - dies ist am Unterwasserfenster gut zu erkennen. Sie ist sehr dunkel gefärbt, hat eine langgezogene Schnauze und nur wenige Striche im Gesicht. |
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Seehund "Lilli" wurde 2003 in der Station geboren. Sie hat einen kleinen weißen Fleck auf dem Nasenrücken und eine deutliche weiße Zeichnung auf der Stirn. Lilli ist sehr aktiv, tobt mit Hein oder Mareike durch das Becken und "glitscht" gerne mit Schwung über die Insel. Am Unterwasserfenster flirtet sie oft mit den Besuchern. |
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Kegelrobbe "Juris" wurde 2005 im litauischen Meeresmuseum in Klaipeda geboren. Seit Februar 2006 lebt er in der Seehundstation Friedrichskoog. Juris ist an seinem großen, dunklen Kopf zu erkennen, der im Gegensatz zu Seehunden eine deutlich längere Schnauze aufweist. Wenn er Fisch haben möchte, schlägt er oftmals mit beiden Vorderflossen auf die Wasseroberfläche und macht sich lautstark bemerkbar. |
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Auch Kegelrobbe "Nemirseta" wurde 2005 geboren. Als Jungtier wurde sie geschwächt und unterernährt in der Nähe des Ortes Nemirseta an der litauischen Ostseeküste gefunden. Zur Pflege und Aufzucht kam sie in das litauische Meeresmuseum. Es war nicht möglich, sie wieder auszuwildern, da sich Nemirseta nicht selbständig ernähren konnte. Sie kam 2006 zusammen mit Juris aus Litauen in die Seehundstation Friedrichskoog. "Nemi", wie sie von uns genannt wird, ist an ihrem hellen Fell mit den dunklen Punkten und an den sehr langen Krallen an den Vorderflossen zu erkennen. Sie ist sehr neugierig und an allem interessiert, was in ihrer Umgebung passiert. |
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