Heuleraufzucht

Was ist ein Heuler?

 

Heulerfund- Wie verhalte ich mich richtig?

Nur dauerhaft von der Mutter getrennte junge Seehunde in den ersten Lebenswochen werden als Heuler bezeichnet. Das Heulen ist ein normaler Kontaktlaut des Jungtieres, mit dem es seine Mutter ruft, kein Klagen.

 

 

  • Heuler nicht anfassen,
  • Hunde fernhalten,
  • weiten Abstand einhalten,
  • Seehundjäger, Seehundstation oder Polizei benachrichtigen.

 

   

Heuleraufzucht und -rehabilitation

 

       

Nachdem der Seehundjäger die Tiere der Station übergeben hat, werden die Heuler zunächst tierärztlich untersucht und mit einer Flossenmarke versehen.



Um sicher zu stellen, dass die Tiere keine ansteckenden Krankheiten haben, verbringen sie einige Tage in Quarantäne.



Erst danach werden Kleingruppen gebildet, um soziale Kontakte zu ermöglichen.

 


Unter strenger Beachtung von Hygienemaßnahmen werden die jungen Seehunde möglichst naturnah aufgezogen. Hierzu gehören:

 

  • regelmäßige tierärztliche Kontrollen
  • Haltung in Meerwasser
  • Haltung in kleinen Gruppen
  • kein unnötiger Kontakt zu Menschen

 

In ihren ersten Lebenswochen werden die Heuler mit einer speziellen Aufzuchtmilch und  Fischbrei ernährt.


Später mit kleinen Fischstückchen. Anschließend lernen sie langsam selbständig Fisch zu fressen.

 


Wenn sie selbstständig fressen, werden sie in ein großes, von Dünen umgebenes Auswilderungsbecken umgesetzt. Hier können sie sich im wendigen Schwimmen und im Fischfang üben und müssen noch einiges an Gewicht zulegen.



Nach Erreichen des Mindestgewichts von 25 kg, einem tierärztlichen Gesundheitszeugnis und der Genehmigung der Nationalparkverwaltung werden die Tiere wieder in die Freiheit entlassen.